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Quiet Quitting für ein Streben nach Balance

Aktualisiert: 10. Jan. 2023

Eine Debatte zum “Quiet Quitting” (“Stille Kündigung”) angestoßen von TikTok Star “zaidleppelin” lässt Menschen weltweit diskutieren und auch ihr eigenes Verhalten reflektieren. “Arbeit ist nicht dein Leben,” sagt der TikTok Star in seinem Video. Die Interpretationen dieser Aussage erstrecken sich einerseits von Anregungen zu einer besseren Work-Life-Balance, bis hin zu verärgerten Kommentaren und Diskussionen, dass diese Aussage Demotivation und Faulheit implizieren würde. Weiter heißt es im Video: "Dein Wert als Mensch definiert sich nicht über deine Produktivität".





Der Begriff meint eigentlich: Das tun, wofür man als Arbeitnehmer bezahlt wird und nicht mehr tun, als vertraglich vereinbart.


Damit bedeutet Quiet Quitting nicht die tatsächliche Kündigung, sondern dass sich in einem angemessenen Zeitrahmen um die täglichen Aufgaben gekümmert wird, aber ohne den Glaubenssatz, dass die Arbeit das Leben ist und der eigene Selbstwert hauptsächlich davon abhängt.


Denn der Alltag vieler ArbeitnehmerInnen sieht so aus: Überstunden werden beispielsweise häufig erwartet oder Anrufe und E-Mails müssen auch außerhalb der Arbeitszeiten beantwortet werden. Auch die veränderten Arbeitsbedingungen und Entlassungen/Kündigungen durch die Corona Pandemie haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Die impliziten Erwartungen, den Anforderungen gerecht zu werden, erhöhen stetig den Druck auf die ArbeitnehmerInnen. Die Folgen sind absehbar.



ArbeitnehmerInnen, die ihre Arbeit und Aufgaben eigentlich mögen, sind unglücklich, überlastet und gestresst im Job.





Deswegen ist der Begriff abzugrenzen von der “Inneren Kündigung”, bei der ArbeitnehmerInnen durch eine hohe Unzufriedenheit mit ihrem Job eine geringere Arbeitsleistung erbringen als vertraglich vereinbart. Beim Quiet Quitting geht es nicht um Unmotiviertheit, sondern um das Aktivieren von Selbstfürsorge. Für den eigenen Schutz und das eigene Wohlbefinden werden klare Grenzen gesetzt, Prioritäten verändert und somit Überlastungen vermieden. Damit kann sich auch der Spaß und der eigene Sinn für die tägliche Arbeit wiederfinden, weshalb man dann aus eigenem Antrieb den Einsatz leistet, den das Unternehmen auch voranbringt.



Vor allem Generation Z fühlt sich nach aktueller Deloitte-Studie erschöpft von den gegenwärtigen Marktbedingungen.





Sie kämpft mit finanziellen Ängsten und einem permanent zu hohen Stress-Level. Entsprechend der Studie werden ~40% von ihnen in den nächsten zwei Jahren aus diesen Gründen ihren Job kündigen. Darüber hinaus fühlen sie nicht, dass ihr Job etwas Wichtiges bewirkt. Darin können auch Ursachen für den Anstoß zum Quiet Quitting gesehen werden.


Eine Antwort auf diese Erschöpfung müssen Unternehmen mit ihrer eigenen Corporate Culture kreieren und klar kommunizieren.


Wichtigste Takeaways für Business Leader entsprechend der Deloitte-Studie, um nach Balance zu streben und zum Wandel aufzurufen:

(S.33 ff)





# Support people struggling with economic uncertainty and financial stress

# Empower people to lead and drive change

# Implement hybrid work strategies

# Support better workplace & mental health


Für einen gesunden Umgang mit Stress & Leistungsdruck habe ich den Kurs Mindful (Self) Leadership konzipiert. Er beinhaltet nicht nur theoretisches Wissen zum Thema Stressmanagement, sondern auch achtsamkeitsorientierte praktische Übungen und Tools, die sich gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Lies gern mehr darüber und trage zu einem nachhaltigen Mitarbeitermanagement in deinem Unternehmen bei.


Be Your Mindful Self.

Katharina Ogilvie



Quellen:

Letzter Zugriff: 09.01.23


Letzter Zugriff: 09.01.23


Letzter Zugriff: 09.01.23


Deloitte- Studie:

Letzter Zugriff: 09.01.23


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